Kuros von Tenea

Kuros von Tenea


Details

Künstler
Unbekannter griechischer Bildhauer (archaische Zeit)
Jahr
-560
Technik
Marmor
Gattung
Skulptur

Die Geschichte

Um 560 v. Chr. wurde dieser marmorne Jüngling über einem Grab in Tenea aufgestellt, einer kleinen Siedlung in den Hügeln südlich von Korinth, damals eine der reichsten Handelsstädte Griechenlands. Nach Ansicht des Museums stellte er wohl den Verstorbenen selbst dar, dessen Andenken so über den Tod hinaus bewahrt werden sollte. 1846 kam er dort ans Licht, in den 1850er Jahren gelangte er nach München.

Das 19. Jahrhundert nannte ihn Apoll von Tenea, weil man solche nackten Jünglinge für den Gott hielt. Heute heißen sie Kuroi, schlicht Jünglinge. Um 650 v. Chr. hatten griechische Bildhauer begonnen, große Marmorstatuen junger Frauen und Männer zu schaffen, und die Jünglinge stehen immer gleich. Der linke Fuß ist vorgesetzt, doch das Gewicht verteilt sich gleichmäßig auf beide Beine. Die Figur ist bereit zur Bewegung, ohne sich zu bewegen. Die Arme liegen eng am Körper, der Blick geht geradeaus, und das Gesicht trägt das archaische Lächeln.

Der Körper ist genau beobachtet, manche Einzelheiten sind naturnah, andere stilisiert. Den Griechen ging es, so das Museum, um ein ideales Bild des Menschen. Die Figur misst 153 Zentimeter.

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