
Ecce Agnus Dei
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Die Geschichte
Wer in den Niederlanden um 1460 fromm war und lesen konnte, griff zu einem schmalen Buch, der Nachfolge Christi. Ihr Verfasser, der Augustiner-Chorherr Thomas von Kempen, lebte noch in seinem Kloster bei Zwolle, als Bouts diese Tafel malte. Das Buch beginnt mit dem Christuswort, wer mir nachfolgt, wandelt nicht in der Finsternis. Dieser Gedanke der Nachfolge stammt aus der Devotio moderna, einer Bewegung verinnerlichter, persönlicher Frömmigkeit, und das Museum liest das Bild von ihr her. Der Stoff kommt aus dem Johannesevangelium. Am Jordan sieht Johannes der Täufer Jesus vorübergehen und sagt, seht, das Lamm Gottes. Daraufhin folgten die ersten Jünger Jesus nach. Hier ist es ein unbekannter Stifter, der kniet und dem Johannes den Weg zu Christus weist. Das Museum zählt die Tafel zu den unbestrittenen Meisterwerken des Malers. Nach München kam sie erst 1989, angekauft mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder.




