
Elia wird von den Raben gespeist
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Die Geschichte
Der Prophet Elija hat eine Dürre angekündigt und sich am Bach Kerit versteckt, wo ihm Raben morgens und abends Brot und Fleisch bringen. So steht es im ersten Buch der Könige, und die Steintafel neben ihm nennt Buch und Kapitel in der alten lateinischen Zählung. Guercino malte das Bild 1620 für Kardinal Jacopo Serra, der Ferrara als päpstlicher Legat regierte und den jungen Maler früh und begeistert förderte. Elija ist hier überlebensgroß. Er sitzt verdreht auf seinem Felsen, die nackten Füße dicht am Wasser, das alte Gesicht zu den Vögeln erhoben, und breitet den Mantel aus, um aufzufangen, was sie bringen. Vor ihm steht eine leere Schale, der Ärmel ist an der Schulter zerrissen. Um 1655 gehörte die Leinwand in Rom den Barberini, der Familie Papst Urbans VIII., und sie steckt noch heute in deren Rahmen.




