
Albrecht Dürer · PD
Kaiser Maximilian I.
Details
Die Geschichte
Im Sommer 1518 saßen sich in Augsburg zwei der bekanntesten Männer des Reichs gegenüber. Auf dem Reichstag zeichnete Albrecht Dürer den alternden Kaiser Maximilian I. nach dem Leben, mit Kohle, in aller Eile in einer Kammer der bischöflichen Pfalz. Ein knappes halbes Jahr später, im Januar 1519, war der Kaiser tot. Das gemalte Bildnis in Wien entstand also erst, als sein Modell nicht mehr lebte. Dürer legte Maximilian keinen Reichsapfel in die Hand, sondern einen Granatapfel, das persönliche Sinnbild des Kaisers, dessen viele Kerne unter harter Schale für Fülle und Zusammenhalt standen. Über dem Kopf verzeichnet eine lange Inschrift Titel und Sterbejahr. Pelz und schwere Kette sind mit einer Genauigkeit gemalt, die das Gesicht daneben fast schlicht erscheinen lässt.




