
Hans Holbein the Younger · PD
Erasmus von Rotterdam
Details
Die Geschichte
Wie gefragt dieses Bildnis war, zeigen die Kopien. Nach 1535 malte die Cranach-Werkstatt in Wittenberg den Typus nach, 1536 und 1537 auch der Nürnberger Maler Georg Pencz. Gemeint ist der Erasmus in Halbfigur mit übereinandergelegten Händen, einer von mehreren Bildnistypen, die in Holbeins Werkstatt von dem Gelehrten entstanden, und von allen der beliebteste. Die kleine Tafel aus Lindenholz, kaum 18 Zentimeter hoch, wurde um 1532 gemalt, in dem Jahr, in dem Holbein Basel verließ und nach London ging. Erasmus hatte die 60 bereits überschritten und trägt die dunkle, pelzgefütterte Schaube des Gelehrten. Das Metropolitan Museum in New York führt Holbein als Maler, sein Katalog rechnet allerdings mit einer Beteiligung der Werkstatt. Ende des 16. Jahrhunderts befand sich das Bild in England, im Besitz des Sammlers John Lumley, zu dessen Häusern Nonsuch Palace in Surrey zählte, und später bei Thomas Howard, dem Earl of Arundel.




