Ferdinand, von Ariel gelockt

John Everett Millais · PD

Ferdinand, von Ariel gelockt


Details

Jahr
1850
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
65 × 51 cm

Die Geschichte

Millais war kaum 20, als er hier etwas Neues wagte. Für sein erstes im Freien gemaltes Bild richtete er sich 1849 im Shotover Park bei Oxford ein und gab Gras und Unkraut Halm für Halm wieder, die frische Methode, die er und seine präraffaelitischen Gefährten gerade erst erfanden. Die Szene stammt aus Shakespeares Sturm. Der schiffbrüchige Prinz Ferdinand lauscht angestrengt einem unsichtbaren Geist, Ariel, der ihm singt, sein ertrunkener Vater liege fünf Faden tief unter dem Meer. Ariel und die Kobolde um ihn malte Millais in einem seltsamen, grellen Grün, sodass sie mit dem Laub zu verschmelzen scheinen. Als das Bild 1850 in der Royal Academy hing, spottete ein Kritiker über die kleine grüne Gestalt und nannte sie einen Gnom. Der Prinz dagegen sieht sie überhaupt nicht.

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