
John William Waterhouse · PD
Pflückt die Rosenknospen, solange ihr könnt
Details
Die Geschichte
Um 1908 war die präraffaelitische Manier, in der Waterhouse arbeitete, längst aus der Mode, und was aus Paris kam, sah ganz anders aus. Er ging trotzdem seinen eigenen Weg. Der Titel stammt aus einem Gedicht, das Robert Herrick in den 1640er Jahren schrieb und in dem er junge Frauen auffordert, ihre Schönheit zu genießen, solange sie währt, denn die Zeit fliegt dahin. Waterhouse zeigt ein rothaariges Mädchen beim Rosenpflücken, das Gesicht in einem Spiegel im Hintergrund gespiegelt. Mit ihr begann er mehrere Jahre dessen, was man seine Blumenfrauen genannt hat: stille Bilder junger Frauen zwischen Blüten, ohne andere Geschichte als die Stimmung. Die Zeile gefiel ihm so gut, dass er sie zweimal verwendete. Im Jahr darauf, 1909, malte er unter demselben Titel eine völlig andere Szene.




