
Peter Fendi · PD
Mädchen bei der Lotterie
Details
Die Geschichte
„Mittwoch ist der Schluß des kleinen Spiels für Linz“, steht auf dem gerahmten Zettel an der Wand. Daneben hängen die Zahlen der Wiener Ziehung. Vor dieser Lottokollektur ist eine junge Frau mit ihrem Korb stehen geblieben, einen Zettel in der Hand, die andere Hand an der Wange. Ob sie gerade verloren hat oder überlegt, es noch einmal zu versuchen, lässt Peter Fendi offen. Er malte das Bild 1829, als das Lotto in Wien in aller Munde war, und es gilt als eines der ersten Genrebilder der österreichischen Malerei des 19. Jahrhunderts. Neben ihr raucht die Figur eines Mannes in türkischer Tracht eine lange Pfeife, über einer Vitrine voller Pfeifen. Auf der Akademieausstellung von 1830 fand das Bild großes Echo in der Presse, und Kaiser Franz I. kaufte es noch im selben Jahr für seine Gemäldesammlung.

