
Die Harmonie (Die drei Grazien?)
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Die Geschichte
In seinen letzten Jahren war Baldung ein angesehener Straßburger Bürger mit Ämtern im Rat, die Stadt war längst evangelisch, und er malte weiter nackte Allegorien. Der Prado setzt diese Tafel zwischen 1541 und 1544 an, wenige Jahre vor seinem Tod.
Wer die drei Frauen sind, ist bis heute offen, und das Museum lässt das Fragezeichen im Titel stehen. Sie stehen nachts unter einem Lorbeerbaum. Drei Putten sind bei ihnen, eine hält ein Notenblatt, dazu ein Schwan und Saiteninstrumente, alles Zeichen für Harmonie und Dichtung. Um den Lorbeer windet sich eine Schlange.
Zu der Tafel gehört ein Gegenstück gleicher Größe über die Lebensalter und den Tod. Eine heute verlorene lateinische Inschrift auf der Rückseite hielt fest, dass beide im Januar 1547 in Frankfurt als Geschenk übergeben wurden, zwei Jahre nach Baldungs Tod. Ein Inventar des Madrider Alcázar beschreibt sie als zwei Tafeln, von denen die eine die andere schließt.
1834 steht dieses Bild als Nummer fünf im Verzeichnis der Sala Reservada, jenes verschlossenen Raums, den Ferdinand VII. für Gemälde zweifelhafter Schicklichkeit hatte einrichten lassen. Vier Jahre später wurde der Raum aufgelöst.




