
Knabenkopf
Details
Die Geschichte
1896 lebte Wilhelm Leibl in Kutterling, einem Weiler gut drei Fußstunden von Bad Aibling entfernt, in einem alten Bauernhaus mit niedrigen Decken und kleinen Fenstern. Zusammen mit seinem Freund Johann Sperl hatte er auf der Nordseite ein Atelierfenster einbauen lassen, und gerade dieses spärliche Licht suchte er. Als das Lenbachhaus die Tafel in eine Ausstellung über das Malerische aufnahm, stand sie dort für Leibls Überzeugung, dass das Wie mehr zählt als das Was. Seinem Freund Julius Mayr, einem Arzt und später seinem Biografen, sagte er es so, man solle den Menschen malen, wie er ist, die Seele sei dann ohnehin dabei. Das Bild ist nur 28 Zentimeter hoch, ein Knabenkopf mit Hut und kaum etwas sonst. Oben rechts hat Leibl signiert und datiert, W. Leibl 96.

