
Alexej von Jawlensky · PD
Frauenkopf
Details
Die Geschichte
Als der Krieg im August 1914 begann, lebte Jawlensky als russischer Staatsangehöriger in München, und sein Haushalt musste Deutschland binnen 48 Stunden verlassen. Man landete in Saint-Prex am Genfersee, so beengt, dass er drei Jahre lang fast nur ein Motiv bearbeitete, den Blick aus einem einzigen Fenster, immer wieder. 1917 brach mit der Revolution in Russland auch das Geld weg, das ihn von dort noch erreichte. Im Herbst zog er nach Zürich und meldete sich im Oktober an. Um ihn herum saßen weitere Leute, die der Krieg in die neutrale Schweiz gespült hatte, darunter der Bildhauer Wilhelm Lehmbruck und Hans Arp, der mitten in Dada steckte. Später schrieb er, in Zürich habe er seine sogenannten mystischen Köpfe gemalt, Frauengesichter bis hinunter zu Hals und Schultern. Dieser kleine Kopf wird in dasselbe Jahr datiert.




