
Alexej von Jawlensky, + 1941 · PD
Helene im spanischen Kostüm
Details
Die Geschichte
Helene Nesnakomoff arbeitete im Haushalt der Malerin Marianne von Werefkin, die in der Münchner Giselastraße eine Etage mit zwei Atelierwohnungen gemietet hatte, in der auch Jawlensky lebte und malte. Dort entstand dieses Bildnis, lebensgroß, auf einer Leinwand von 190 Zentimetern Höhe, das größte Gemälde, das Jawlensky je gemalt hat. Helene stemmt die Arme in die Hüften und begegnet dem Betrachter auf Augenhöhe, im roten Rock und in grüner Taille. Die Farbigkeit ist aus Rot und Gelb aufgebaut, Blau fehlt vollständig. Wann das Bild fertig war, ist offen. Das Werkverzeichnis datiert es auf etwa 1901, gestützt auch auf die Lesart, Helene sei hier mit Andreas schwanger, ihrem Sohn von Jawlensky, geboren im Januar 1902. Dagegen steht Jawlenskys eigene Erinnerung, das Bild habe noch nass auf der Staffelei gestanden, als der Maler Lovis Corinth unangemeldet erschien und ihm riet, etwas zur Berliner Secession zu schicken. Werefkins Tagebuch verzeichnet diesen Besuch am 22. Februar 1904.




