
Alexej von Jawlensky · PD
Hyazinthe
Details
Die Geschichte
Als Jawlensky diese Hyazinthe malte, 1902, lebte er seit sechs Jahren in München, und von den glühenden Farben, für die man ihn heute kennt, war noch wenig zu sehen. Die Stillleben dieser Jahre waren sein Übungsfeld. In den Lebenserinnerungen, die er gegen Ende seines Lebens einer Freundin diktierte, spricht er ohne Beschönigung davon. Er sei mit nichts zufrieden gewesen, habe Stillleben ohne bestimmte Richtung gemalt, meist Obst, und immer kräftigere Farben gesucht, um einen harmonischen Klang zu finden. Seine eigene Sprache sei das noch nicht gewesen. Hier steht eine einzelne Zimmerpflanze im Topf auf einer hohen, schmalen Leinwand von gut einem halben Meter, unten links signiert, A. Jawlensky. Wenige Jahre später, in Murnau, malte er fast nur noch auf Malpappe. Dieses Bild ist noch auf Leinwand gemalt, und das Lenbachhaus hat es 1963 erworben.




