
John William Waterhouse · PD
„Ich bin der Schatten halb überdrüssig“, sprach die Lady von Shalott
Details
Die Geschichte
Es war das dritte Mal, dass John William Waterhouse die Lady von Shalott malte, und das letzte. Zuvor hatte er sie im Augenblick des Untergangs gezeigt, wie sie im Kahn nach Camelot treibt, um zu sterben. Hier, im Alter, kehrte er an den Anfang von Tennysons Gedicht zurück, als sie noch in ihrem Turm eingeschlossen ist, verflucht, nur zu weben, was sie allein als Spiegelbild sieht. Sie sitzt im roten Kleid am Webstuhl, und die Welt erreicht sie aus zweiter Hand, im Spiegel hinter ihr: eine Brücke, die Türme von Camelot, zwei Gestalten, vielleicht die jungen Liebenden, die das Gedicht nennt. Die Zeile, die dem Bild den Titel gab, ist ihre erste Regung von Unruhe, halb müde der Schatten, noch ehe sie aus dem Fenster blickt. Er vollendete es 1915 und starb zwei Jahre später.




