
Innerer Sarg des Cha
Details
Die Geschichte
Ganz in Gold, ohne eine Spur von schwarzem Harz. Das unterscheidet Chas innersten Sarg vom mittleren, und das Museum sieht darin eine Regel, die auch andere Beispiele kennen. Das Blattgold liegt auf einer hauchdünnen Stuckschicht, in die Figuren und Inschriften zuvor als flaches Relief modelliert wurden. Augen und Brauen sind eingelegt, Brauen und Lidstriche aus blauem Glas, gefasst in Metall.
Cha starb wahrscheinlich im dritten Jahrzehnt der Regierung Amenophis’ III., einer langen und wohlhabenden Zeit, in der die Werkstätten am Hof von Theben Arbeiten von großer Feinheit lieferten. Die Ägyptologin Arielle Kozloff nennt Chas Särge hervorragende Beispiele für das Kunsthandwerk dieser Jahre, und ihr Stil spricht für eine königliche Werkstatt.
Im mittleren Sarg ruhte dieser auf einer Schicht Natron, dem Salz der Einbalsamierer. Um Hals und Knöchel lagen noch die rot gefärbten Flachsseile, mit denen man ihn hineingesenkt hatte.




