
Vincent van Gogh, Irises, 1889. Wikimedia Commons. · PD
Schwertlilien
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Die Geschichte
Saint-Rémy-de-Provence, Mai 1889. Wenige Tage nachdem sich Vincent van Gogh freiwillig in die Heilanstalt Saint-Paul-de-Mausole eingewiesen hat, geht er in den ummauerten Garten und malt die Schwertlilien, die dort blühen. Es ist eines seiner ersten Bilder aus dem Jahr in der Anstalt, und man merkt ihm keine Verzweiflung an, eher die volle Aufmerksamkeit eines Mannes, der sich an der Natur festhält. Die Blüten drängen sich in kräftigem Blauviolett gegen orangefarbene Ringelblumen und rotbraune Erde, jede Iris anders gebogen, die Umrisse klar gezogen wie in den japanischen Farbholzschnitten, die er sammelte. Ganz links steht eine einzige weiße Iris zwischen all den blauen. Van Gogh nannte das Malen damals selbst eine Art Blitzableiter für seine Krankheit. Verkauft hat er das Bild zu Lebzeiten nie. 1987 wurde es für rund 54 Millionen Dollar versteigert, ein Rekord für die Zeit, und kam 1990 an das Getty Museum in Los Angeles.




