
Vincent van Gogh, The Starry Night, 1889. Wikimedia Commons. · PD
Die Sternennacht
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Die Geschichte
Im Mai 1889 hatte sich van Gogh selbst in die Heilanstalt Saint-Paul bei Saint-Rémy-de-Provence einweisen lassen, wenige Monate nachdem er sich in Arles einen Teil des Ohrs abgeschnitten hatte. Von seinem vergitterten Zimmer aus sah er nach Osten auf Felder und Hügel, und in den frühen Morgenstunden auf den Himmel. Dieses Bild malte er dort, aus der Erinnerung und am Tag, nicht in der Nacht vor dem Motiv. Vieles darin gab es so gar nicht. Das Dorf mit dem spitzen Kirchturm wirkt eher niederländisch als provenzalisch, eine Erinnerung an seine Heimat. Die riesige Zypresse links, die wie eine dunkle Flamme nach oben züngelt, galt im Süden als Baum der Friedhöfe. Am auffälligsten sind die kreisenden Wirbel am Himmel, in denen sich elf Sterne und der Mond drehen. Van Gogh schrieb seinem Bruder Theo oft über die Sterne und darüber, dass ihn der Anblick des Nachthimmels tröste. Er selbst hielt dieses Bild für keinen großen Wurf, sondern nur für eine Studie. Ein gutes Jahr später nahm er sich das Leben. Heute hängt die Leinwand im Museum of Modern Art in New York, wohin sie erst 1941 gelangte.




