
Albrecht Dürer · PD
Jabach-Altar: Die Heiligen Joseph und Joachim
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Die Geschichte
1479 nahm Rom das Fest des heiligen Joseph am 19. März an. Auf der Bühne der geistlichen Spiele war Joseph bis dahin meist die komische Figur, der begriffsstutzige alte Ehemann. In den Jahrzehnten zuvor hatten Theologen wie Jean Gerson dafür gestritten, ihn ernst zu nehmen. Dürer malt ihn zwischen 1503 und 1505 in ganzer Figur vor Goldgrund, gleichrangig neben Joachim, dem Vater Marias. Joachim kommt in der Bibel nicht vor. Seine Geschichte stammt aus einem apokryphen Evangelium, in dem sein Opfer im Tempel zurückgewiesen wird, weil er kinderlos ist, und er zu seinen Herden zieht, bis ihn dort ein Engel findet. Gemalt ist die Tafel auf der Innenseite eines Flügels, zu sehen war sie also nur an den Tagen, an denen der Altar geöffnet wurde.




