
John William Waterhouse · PD
Jason und Medea
Details
Die Geschichte
Waterhouse fängt genau den Augenblick ein, in dem das Unheil beginnt. Medea, Königstochter und Zauberin aus Kolchis, beugt sich über eine Schale und mischt einen Trank, der dem jungen Helden Jason die tödlichen Prüfungen überstehen lässt, die ihr eigener Vater ihm auferlegt hat. Sie hat sich eben in ihn verliebt und wählt ihn still gegen die eigene Familie. Jason lehnt sich heran, ganz auf den Trank bedacht und, wie das Bild andeutet, wenig auf sie selbst. Wer die alten griechischen Tragödien kannte, wusste, wie es endet: Er nimmt ihre Hilfe an, kehrt mit dem Goldenen Vlies heim und verstößt sie dann, und Medeas Rache wird zu einer der finstersten Geschichten des Mythos. Waterhouse malte dies 1907, gegen Ende einer langen Laufbahn, die er fast ganz unter Gestalten der Sage verbrachte.




