John Hancock

John Hancock


Details

Jahr
1765
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
124,8 × 100 cm

Die Geschichte

Die Jahreszahl 1765 steht zweimal auf diesem Bild, neben Copleys Signatur und auf der aufgeschlagenen Seite des Kontobuchs. Es war das Jahr des Stamp Act, einer Stempelsteuer, die das Londoner Parlament den Kolonien auf Zeitungen, Urkunden und amtliche Papiere auferlegte. Im August antworteten Bostoner Menschenmengen darauf, indem sie die Häuser einiger der reichsten Männer der Stadt verwüsteten. John Hancock, 28 Jahre alt, gehörte gerade erst zu ihnen. Sein Onkel Thomas, der wohlhabendste Kaufmann Bostons, hatte ihn großgezogen, zum Teilhaber gemacht und war im Jahr zuvor gestorben, mit dem Geschäft und einer Villa auf dem Beacon Hill als Erbe. Hancock war bekannt für Anzüge aus Seidensamt und eine leuchtend gelbe Kutsche. Hier trägt er einen schlichten dunkelblauen Rock mit etwas Goldborte und eine bescheidene Perücke, sitzt auf einem altmodischen Stuhl und hält die Feder über seinen Rechnungen, obwohl er die Bücher nach allem, was man weiß, eher vernachlässigte. Die Forschung liest das nüchterne Bild als bewusste Wahl. Ein reicher junger Mann zeigt sich als arbeitender Bürger, in einem Jahr, in dem Prunk gefährlich geworden war. Hancock bestellte das Porträt für sein eigenes Haus. Etwa fünf Jahre später saß er Copley erneut, für kleinere Bildnisse, ebenso schlicht, und galt da schon als radikaler Whig.

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