Judith und Holofernes

Judith und Holofernes


Details

Jahr
1608
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
220 × 150 cm

Die Geschichte

Im Frühjahr 1608 war Paul V. seit drei Jahren Papst, und sein Neffe, Kardinal Scipione Borghese, trug in hohem Tempo eine Gemäldesammlung zusammen. Ein Dokument vom 2. Mai 1608 aus dem Familienarchiv, das heute im Vatikan liegt, nennt den Preis für „das Bild mit der Geschichte der Judith“. Das Museum vermutet als Auftraggeber den Kardinal selbst oder den Bruder des Papstes, Giovanni Battista Borghese. Baglione malt den Augenblick nach der Tat. Links liegt der kopflose Körper des Holofernes im Schatten, die Beine unter einem schweren Vorhang hochgeworfen. Die Heldin steht im vollen Licht, Schmuck im goldenen Lockenhaar, und senkt den abgeschlagenen Kopf in einen Beutel, den ihre Magd hält. Die Magd ist alt und tief gefurcht, im Profil gezeigt, das Gesicht voller Entsetzen. Die Forschung vermutet, dass Baglione eine ganz ähnliche Alte bei Caravaggio gesehen hatte, in dessen Judith für den Bankier Ottavio Costa.

Stehst du davor? Richte die Kamera drauf. Hol dir die App.