
Jules Hardouin-Mansart
Details
Die Geschichte
Als Rigaud dieses Bildnis 1685 malte, war die Kuppel hinter dem Dargestellten noch eine Baustelle. Jules Hardouin-Mansart hatte die Kuppelkirche des Invalidendoms entworfen, Teil des Hospitals, das Ludwig XIV. in Paris für alte und verwundete Soldaten errichten ließ, und fertig wurde sie erst 1706. Rigaud setzt sie trotzdem in den Hintergrund, als das Werk, mit dem dieser Mann in Verbindung gebracht werden wollte.
Mansart war seit 1681 Erster Architekt des Königs und wurde im Jahr darauf geadelt. Das Band über seiner Brust gehört zum Orden des heiligen Lazarus, der ihn im Februar 1682 zum Ritter schlug. Seine Hand ruht auf einem Buch, ein Hinweis darauf, dass die Arbeit des Architekten eine Sache des Geistes ist. Rigaud, damals Mitte zwanzig, malte ihn 1702 ein zweites Mal, doch dieses Porträt ist verschollen und nur durch einen Stich von Gérard Edelinck bekannt. Das Bild hier gehörte dem Grafen d'Angiviller, unter Ludwig XVI. Direktor der königlichen Bauten, der es 1779 der königlichen Akademie schenkte.



