
König David
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Die Geschichte
Auf der Steintafel steht ein Vers aus den Psalmen, lateinisch, übersetzt etwa: „Herrliches wird von dir gesagt, du Stadt Gottes.“ Als Verfasser der Psalmen galt David selbst, und die Stadt ist Jerusalem, deren Tempel erst sein Sohn Salomo bauen sollte. Guercino zeigt den König in einem Alter zwischen Jugend und Greisenalter, die Krone auf dem Turban, Hermelin um die Schultern, das Zepter lose in der Hand, den Blick auf die Inschrift gesenkt. Bestellt hat das Bild 1651 Giuseppe Locatelli aus Cesena in der Romagna, zusammen mit einer Sibylle. David und die Sibyllen zählten für Christen zu denen, die Christus vorhergesagt hatten. Jahrhundertelang hingen beide Gemälde nebeneinander, zuerst in Cesena, später im Londoner Spencer House. Der König kam 2025 in die National Gallery, 13 Jahre nach seiner Sibylle, und in Saal 32 hängen die beiden wieder zusammen.




