
Édouard Manet · PD
Dame im Pelz
Details
Die Geschichte
1880 verbrachte Manet den Sommer in Bellevue vor den Toren von Paris, auf ärztliche Anordnung, mit Wasserkuren gegen ein Leiden, das ihm das Gehen und das lange Stehen vor der Staffelei zunehmend schwer machte. In diesen letzten Jahren arbeitete er viel mit Pastell. Die Kreide ging schnell, eine Sitzung genügte meist, und er konnte dabei sitzen. So entstanden Dutzende Frauenköpfe, Bekannte, Nachbarinnen, Besucherinnen im Atelier. Wer hier den Pelz über die Schultern gelegt hat, ist bis heute offen, das Bild lief lange schlicht als die Unbekannte. Klarer ist der spätere Weg. Das Pastell gehörte dem Berliner Bankier Robert von Mendelssohn und kam 1942 für 40.000 Reichsmark an die Österreichische Galerie. Eine Rückgabeforderung der Familie blieb nach dem Krieg ohne Erfolg.




