
Beweinung Christi
Details
Die Geschichte
Die Farbschicht dieses Altarbilds sitzt heute auf Aluminium. Zwischen 1972 und 1974 löste der Restaurator Ottorino Nonformale sie von der ursprünglichen Holztafel. Das Bild ist fast zweieinhalb Meter hoch.
Ortolano malte das Bild um 1515 bis 1520. Es stand in Ferrara in der Kirche der Porta di Sotto, die man dort die Madonnina nannte. Die Stadt gehörte seit 1598 dem Kirchenstaat, und 1620 wurde das Bild vom Altar genommen. An seine Stelle kam eine Kopie des Ferraresers Giulio Cromer. 1622 erhielt das Original in Rom einen vergoldeten Rahmen für Kardinal Scipione Borghese, den Neffen Papst Pauls V.
Um den toten Christus auf dem weißen Tuch klagen die Trauernden, vorn liegt die Dornenkrone. Dahinter watet der heilige Christophorus mit dem Kind auf den Schultern durch einen Bach, und auf einem Felsen in der Ferne stehen die Kreuze von Golgatha, an einem lehnt noch die Leiter. Der bärtige Mann mit dunkler Kappe gilt als Antonio Costabili, ein ferraresischer Adliger und Gründer der Kirche.

