
Peter Paul Rubens · PD
Landschaft mit einer Kuhherde
Details
Die Geschichte
Seinen Ruhm verdankte Rubens der Historienmalerei, den biblischen, mythologischen und allegorischen Szenen, die bis weit ins 19. Jahrhundert als die vornehmste Gattung galten. Landschaften waren eine Nebenbeschäftigung, und wenn er doch eine malte, wie diese Tafel um 1618, knüpfte er an eine ältere flämische Tradition an. Kühe, die in einer baumreichen Gegend weiden, sind ein Motiv, das auf Pieter Bruegel den Älteren zurückgeht, den großen flämischen Maler der 1560er-Jahre, und Rubens kannte dessen Werk aus nächster Nähe. Er sammelte Bruegel. Eines der Bilder aus seinem Besitz, eine Landschaft mit der Flucht nach Ägypten von 1563, ist im Inventar seines Nachlasses nach seinem Tod 1640 verzeichnet und hängt heute in der Courtauld Gallery in London. Die Alte Pinakothek liest in der friedlich weidenden Herde auch eine politische Botschaft, die Ruhe, die nach dem 1609 mit den nördlichen Niederlanden ausgehandelten Waffenstillstand in Flandern eingekehrt war.




