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Landschaft mit Diogenes
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Die Geschichte
Poussins Freund und Biograf André Félibien berichtet, der Maler habe 1648 für einen „Monsieur Lumague“ aus einer Lyoner Kaufmannsfamilie eine große Landschaft geschaffen, „in der Diogenes seine Schale zerbricht“. Fast drei Jahrhunderte lang bezog man diese Zeilen auf das Gemälde hier. 1961 wandte der Kunsthistoriker Denis Mahon ein, dass hier gar nichts zerbricht, und hielt eine Landschaft, die mehr vom Licht als von Bauten zusammengehalten wird, für ein Werk der späten 1650er-Jahre. Nach Diogenes Laertios sah der Philosoph jemanden aus der hohlen Hand trinken und warf daraufhin seinen Becher weg, weil er ihn nicht mehr brauchte. Die Fachleute sind bis heute uneins, und der Louvre datiert das Bild inzwischen zwischen 1654 und 1658. Unten am Weg kniet eine Gestalt und trinkt aus dem Wasser, und weit hinten zwischen den Bäumen steht ein Palast nach dem Vorbild des römischen Belvedere.




