
Madame Pasteur, geborene Madeleine Alexandre (1773–1841)
Details
Die Geschichte
Sie trägt die Mode, die Frankreich Ende der 1790er Jahre erfasste, ein hoch gegürtetes Kleid aus weißem Musselin nach dem Vorbild antiker Statuen und dazu einen grünen Schal. Gros malt sie sitzend, mit verschränkten Armen und einer einzelnen Locke, die ihr in die Stirn fällt. Der Louvre datiert das Bildnis auf etwa 1795 bis 1800, als sie in den Zwanzigern war. Ihr Schmuck hat dem Bild einen Platz in einem Buch des Louvre von 2008 über die Juwelen seiner Sammlungen eingebracht. An einer feinen Goldkette hängt ein emaillierter Anhänger in Rautenform, und im Haar stecken Nadeln in Gestalt von Pfeilen.
Über Madeleine Alexandre selbst ist kaum mehr bekannt als ihre Lebensdaten, 1773 bis 1841, und ihr Ehename. Gros verbrachte jene Jahre größtenteils in Italien, und wo sie ihm Modell saß, ist nicht überliefert. Das Bild blieb in der Familie. 1948 schenkte es ihr Urenkel Charles Pasteur über die Gesellschaft der Freunde des Louvre dem Museum, behielt es aber auf Lebenszeit, und so kam es erst 1962 in den Louvre, ein Jahr nach seinem Tod.




