
Hans Holbein the Younger · PD
Thronende Madonna mit Kind und zwei Figuren
Details
Die Geschichte
Holbein malte diese Madonna 1522 in Basel, zu einem heiklen Zeitpunkt für ein heiliges Bild. Die Stadt neigte sich der Reformation zu, und binnen weniger Jahre wurden ihre Kirchen der Altarbilder beraubt, religiöse Bilder entfernt oder zerschlagen. Es ist eines der letzten großen Andachtsbilder des Malers: Bald darauf gab er religiöse Stoffe fast ganz auf und ging nach England, um am Hof Heinrichs VIII. Bildnismaler zu werden. Maria und das Kind thronen unter einem Renaissancebogen, zwischen dem heiligen Martin im Bischofsgewand und dem heiligen Ursus, dem Patron von Solothurn, in Kriegsrüstung. Die Tafel war jahrhundertelang verschollen und tauchte 1864 in einer Kapelle bei Solothurn wieder auf, woher der heute geläufige Name stammt.




