
Parmigianino · PD
Mann mit einem Buch
Details
Die Geschichte
Als Parmigianino dies um 1529 malte, arbeitete er in Bologna, wohin er gelangt war, nachdem er zwei Jahre zuvor aus Rom geflohen war, als kaiserliche Truppen die Stadt plünderten. Der dargestellte Mann lebt in jenem unruhigen Jahrzehnt, einen Ellbogen auf dem Tisch, einen Finger an der Schläfe, ein aufgeschlagenes Buch in der anderen Hand, ertappt in der Pause eines Lesers, der eben aufgeblickt hat. Wer die Oberfläche betrachtet, sieht, wie rasch er malte. Die Striche auf Stirn und Wams bleiben getrennt, statt zu verschmelzen, eine Schnelligkeit, wie sie für seine Bologneser Jahre kennzeichnend ist. Lange wusste niemand, von wessen Hand das Bild stammte. Als es in der Prager Sammlung Kaiser Rudolfs II. auftauchte, war es als ein Correggio verzeichnet.




