
John William Waterhouse · PD
Mariana im Süden
Details
Die Geschichte
Waterhouse malte dieses Bild 1897, Jahrzehnte nach dem Zerfall der Präraffaeliten-Bruderschaft, und hielt ihre Gewohnheit am Leben, englische Dichtung in Bilder zu übersetzen. Seine Vorlage ist ein Gedicht Tennysons von 1830, das seinerseits auf Shakespeare zurückgeht, über eine Frau namens Mariana, die verlobt und dann verstoßen wurde, als ihre Mitgift verloren ging. Sie wartet, Jahr um Jahr, in einem einsamen Haus im Süden. Waterhouse zeigt sie gerade von ihrer Stickerei aufgestanden, den langen Körper in einem blauen Gewand gedreht, während sie an einem Wasserbecken innehält. Er folgt fast wörtlich einer Zeile des Gedichts, dem Augenblick, in dem ihr Gesicht klar und vollkommen in diesem Wasserspiegel zu ihren Füßen leuchtete.




