
Vincent van Gogh, Marshy Landscape, 1883. Wikimedia Commons. · PD
Sumpflandschaft
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Die Geschichte
Im Herbst 1883 zog Van Gogh nach Drenthe, eine abgelegene Moorlandschaft im Nordosten der Niederlande: flach, von Kanälen durchzogen, ständig feucht und neblig. Er war 30, bis Paris und bis zur Farbe waren es noch Jahre. Hier malte er Sümpfe, Heideflächen und Bauernkaten, fast ohne Farbe im gewohnten Sinn, in erdigen, dunklen Tönen, als wäre die Leinwand aus dem Lehm der Gegend angerührt. «Sumpflandschaft» ist genau das: ein niedriger Horizont, stehendes Wasser, Stille und Einsamkeit. Seinem Bruder Theo schrieb er, je länger er hier sei, desto schöner finde er dieses Land. Wenige Monate später hielt er die Abgeschiedenheit doch nicht aus und kehrte zu den Eltern zurück.




