
Martyrium des heiligen Bartholomäus
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Die Geschichte
Als Valentin de Boulogne dieses Bild um 1617 malte, war Caravaggio schon seit einigen Jahren tot, und doch war Rom voller junger Maler aus dem Norden, die in seinem Fahrwasser arbeiteten. Valentin war aus Frankreich herabgekommen und hatte sich dieser Manier ganz verschrieben. Gestalten, die ein streifendes Licht aus dem Dunkel reißt, Gesichter, die von Männern geliehen scheinen, denen man in einer Schenke begegnet. Vom Apostel Bartholomäus hieß es, man habe ihn bei lebendigem Leib gehäutet, und die ganze Szene dreht sich um diese Grausamkeit, die Henker eng an ihn gedrängt, der Körper des Heiligen beleuchtet wie auf einer Bühne. Auffällig ist, wie gering hier der Abstand zwischen dem Heiligen und dem Alltäglichen ist, der Märtyrer und seine Peiniger mit derselben rauen, sonnenverbrannten Haut. Heute hängt das Bild im Saal drei der Gallerie dell'Accademia, einer der französischen Caravaggisten mitten unter den Venezianern.




