
Alexej von Jawlensky · PD
Meditation, Das Gebet
Details
Die Geschichte
1921 zog der seit dem Krieg heimatlose Jawlensky von Ascona im Tessin nach Wiesbaden, nachdem eine Ausstellung seiner Werke dort großen Erfolg gehabt hatte. Er blieb bis zu seinem Tod, und in Wiesbaden entstanden die Abstrakten Köpfe in großer Zahl. Dieser von 1922 hat noch das lichte, transparente Kolorit der frühen Köpfe, und das Gesicht ist leicht zur Seite verzogen, wie in meditativer Entrückung. Der Kunsthistoriker Armin Zweite hat die wenigen Elemente aufgezählt, aus denen diese Köpfe gebaut sind, und man findet sie hier alle wieder. Eine große U-Form für Wangen und Kinn, Nase und Brauen als dünne Grate, die rechtwinklig aneinanderstoßen, sodass man an ein Kreuz denken mag, eine waagrechte Linie als Mund, über der Stirn ein Dreieck, dessen Spitze zum Scheitel weist, und von den Augen bleiben nur Striche. Auf die Rückseite schrieb Jawlensky seinen Namen, den Titel Gebet und die Jahreszahl.




