Schminkkästchen der Merit

Schminkkästchen der Merit


Details

Künstler
Unbekannter ägyptischer Künstler (18. Dynastie)
Jahr
-1389
Technik
bemaltes Holz
Gattung
Kästchen

Die Geschichte

In den Fächern dieses Kästchens stehen Gefäße aus Alabaster und dazwischen einige aus farbigem Glas. Glas war damals in Ägypten noch eine junge Kostbarkeit. Erst seit der Zeit Thutmosis’ III., also seit weniger als einem Jahrhundert, stellten Werkstätten dort kleine Glasgefäße her, wohl mit Glasmachern aus dem Vorderen Orient, und füllten sie mit teuren Ölen und Duftstoffen. Ein schlankes Röhrchen aus blauem Glas mit weißen und gelben Girlandenfäden enthielt Kajal, die schwarze Augenschminke aus Ruß und Antimon, die vor der Sonne schützte und Entzündungen vorbeugen sollte, dazu ein Stäbchen zum Auftragen. In den Gefäßen haften noch Reste von Salben und fetthaltigen Cremes.

Das Museum nennt das Stück schlicht Schminkkästchen. Die Literatur zum Grab schreibt es Merit zu, deren wenige Habseligkeiten neben ihrem Bett lagen, und beschreibt ihr Toilettenkästchen als bemalt in Nachahmung von Einlegearbeit und mit Totentexten beschriftet. Der Kasten hat einen flachen Doppeldeckel, und innen halten Trennwände jedes Gefäß an seinem Platz.

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