Mittlerer Sarg des Cha

Mittlerer Sarg des Cha


Details

Künstler
Unbekannter ägyptischer Künstler (18. Dynastie)
Jahr
-1389
Technik
Holz, Blattgold und Pistazienharz
Gattung
Skulptur

Die Geschichte

Die Goldstreifen auf diesem Sarg sind eigentlich Binden. Sie liegen dort, wo die Leinenbänder ein Leichentuch zusammenhielten, längs über die Mitte und quer an Armen, Hüften, Knien und Knöcheln. Auf dem Sarg aber trägt jedes Band ein Gebet, an die Himmelsgöttin Nut, an Thot, an den schakalköpfigen Anubis und an die vier Horussöhne, die über die Unversehrtheit des Toten wachen sollten.

Der Sarg zeigt Cha so, wie er im Jenseits zu erwachen hoffte, eingehüllt und doch mit lebendigem Gesicht. Gesicht, Perücke und der breite Halskragen, den die Ägypter Usech nannten, sind in Stuck modelliert und mit Blattgold belegt, und das auf schwarzem Harzgrund. Am Kopfende ist Nephthys gemalt, am Fußende Isis, die beiden Schwestern, die im Mythos um Osiris trauerten.

Es ist der mittlere von Chas drei ineinandergesetzten Särgen. Als man ihn freilegte, lagen noch Blumengirlanden um seinen Hals. Eine davon bewahrt das Museum bis heute auf.

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