Monsignore Giuliano della Rovere

Monsignore Giuliano della Rovere


Details

Jahr
1595
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
117 × 97,5 cm

Die Geschichte

Giuliano della Rovere hieß auch Papst Julius II., bevor er Papst wurde, doch der lebte mehr als hundert Jahre früher. Dargestellt ist hier ein späteres und weit weniger lautes Mitglied der Familie. Er war der Sohn eines Kardinals, erst nachträglich legitimiert, Abt des Klosters San Lorenzo in Campo und ein Cousin von Francesco Maria II., dem Herzog von Urbino. Barocci malte ihn um 1595 fast nur in Grau und Schwarz und baute das Bild auf einer Diagonale auf, die über die Tischkante, den Arm des Dargestellten und ein kleines Stillleben aus Büchern und Sanduhr läuft. Das Kunsthistorische Museum vergleicht das eindringliche, beunruhigende Bildnis mit der Porträtkunst Lorenzo Lottos. Nach Wien kam es durch eine Abmachung innerhalb der Familie. 1792 tauschten der Großherzog der Toskana und der neue Kaiser, zwei Habsburger Brüder, Gemälde zwischen ihren Galerien aus, und dieses Porträt war unter denen, die von Florenz nach Norden gingen.

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