
Moses zerschmettert die Gesetzestafeln
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Die Geschichte
Moses ist vom Berg Sinai herabgestiegen und hat sein Volk beim Tanz um das Goldene Kalb angetroffen. Eine der Gesetzestafeln hat er schon über den Kopf gerissen, die andere, mit hebräischen Buchstaben beschrieben, hält er noch in der linken Hand. Sein Mund steht offen zum Schrei, darüber ballen sich schwere Wolken. Guido Reni malte das Bild in den frühen 1620er-Jahren, mit harten Gegensätzen von Licht und Schatten. Im 18. Jahrhundert hielt man es denn auch für ein Werk Guercinos, des Malers aus Cento, der für tiefe Schatten und scharfes Streiflicht bekannt war. Erst das Inventar der Familie Borghese von 1833 gab es Reni zurück, mit dem Vermerk, es stehe Guercinos Manier nahe. Spätestens 1657 war das Gemälde in der Sammlung verzeichnet. Heute wird es im Depot der Galerie aufbewahrt.




