
Parmigianino · PD
Die mystische Vermählung der heiligen Katharina
Details
Die Geschichte
Im Mai 1527 nahmen kaiserliche Truppen Rom im Sturm und plünderten die Stadt tagelang. Der junge Parmigianino, der sich dort gerade einen Namen machte, floh nach Norden und ließ sich in Bologna nieder. Vasari erzählt, während der Plünderung seien Soldaten in seine Werkstatt eingedrungen und hätten ihn, überwältigt von dem, was sie sahen, gegen Zeichnungen in Ruhe gelassen. In die Bologneser Jahre gehört diese kleine Tafel, eine Mystische Vermählung der heiligen Katharina, bei der die Heilige den Ring vom Jesuskind empfängt. Das Werk ist winzig, kaum 20 mal 27 Zentimeter, und blieb unvollendet, sodass sich daran noch die Arbeitsweise des Malers verfolgen lässt. Nachdem sie über die Jahrhunderte durch mehrere Sammlungen gegangen war, kam die Tafel 1992 als Geschenk der Freunde des Louvre in das Museum.




