
Alexej von Jawlensky · PD
Nacht in St. Prex
Details
Die Geschichte
In Saint-Prex am Genfersee, wohin ihn der Krieg 1914 verschlagen hatte, blieb Jawlensky zum Arbeiten ein kleines Zimmer mit einem einzigen Fenster. Was er von dort sah, hat er selbst beschrieben, einen Weg, ein paar Bäume und von Zeit zu Zeit in der Ferne einen Berg. Eigentlich wollte er weiter seine großen, stark farbigen Bilder malen, doch er spürte, dass er es nicht konnte. Also wurden seine Formate kleiner, etwa 30 mal 40 Zentimeter, und er malte diesen Ausblick wieder und wieder. Er nannte die Bilder Variationen über ein landschaftliches Thema, Lieder ohne Worte. Seine Freunde aus dem Kreis des Blauen Reiter standen dem Wechsel zunächst befremdet gegenüber. Das Lenbachhaus zählt über 100 solcher Variationen, manche noch bis 1921, lange nachdem er den See verlassen hatte. Diese hier ist eine Nachtfassung auf einer nur 36 Zentimeter hohen Pappe und kam 1971 als Schenkung ins Museum.




