
Nicolas Poussin · PD
Nymphe mit Satyrn
Details
Die Geschichte
Poussin war Anfang 30 und lebte erst seit etwa drei Jahren in Rom, als er um 1627 dieses Bild malte. Einen festen Gönner hatte er noch nicht, und vielleicht griff er deshalb zu erotischen Themen wie diesem, die vielen Käufern gefallen konnten. Im Vordergrund liegt eine bleiche Nymphe, schlafend oder ganz in sich versunken. Ein Satyr, halb Mensch, halb Bock, beugt sich vor und zieht ihr das dünne weiße Tuch weg, ein goldlockiges Kind schaut zu, und ein zweiter Satyr lächelt hinter dem Baum hervor. In der römischen Kunst der Antike waren Satyrn lüsterne, trunkene Waldgötter. Frühere Deuter wollten die Szene benennen, als Jupiter und die Nymphe Antiope oder als Satyr, der die schlafende Venus überrascht, doch die Einzelheiten passen zu keiner der beiden Geschichten genau, und die National Gallery lässt sie unbenannt.




