Odaliske in Grisaille

Jean-Auguste-Dominique Ingres · CC0

Odaliske in Grisaille


Details

Jahr
1829
Technik
Ölfarbe
Gattung
Gemälde
Maße
83,2 × 109,2 cm

Die Geschichte

Grau in Grau gemalte Bilder dienten im 19. Jahrhundert oft Kupferstechern als Vorlage, weil sich an ihnen die Helligkeitsstufen für einen schwarzweißen Druck ablesen ließen. Ob diese Leinwand dafür gedacht war, weiß man bis heute nicht. Sie wiederholt, kleiner, vereinfacht und unvollendet, die „Große Odaliske“, die Ingres 1814 in Rom für Caroline Murat gemalt hatte, die Königin von Neapel. Die Auftraggeberin bekam das Bild nie, denn 1815 verloren die Murats ihren Thron. Auf dem Pariser Salon von 1819 schrieb dann ein Kritiker, die Liegende habe weder Knochen noch Muskeln.

Als Ingres 1824 nach 18 Jahren in Italien nach Paris zurückkehrte, brachte ihm der Salon desselben Jahres endlich den Erfolg und damit ein Atelier voller Schüler. Die graue Fassung führte er selbst in seiner Liste der Werke aus den Pariser Jahren zwischen 1824 und 1834, und seine Schüler haben wahrscheinlich daran mitgearbeitet. 1826 veröffentlichte der Lithograf Jean-Pierre Sudré tatsächlich einen Druck nach der Figur, doch das Metropolitan Museum konnte die Leinwand bisher keinem bekannten Blatt sicher zuordnen.

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