Orest und Pylades streiten am Opferaltar

Orest und Pylades streiten am Opferaltar


Details

Jahr
1614
Technik
Öl auf Holz
Gattung
Gemälde
Maße
83,2 × 126,1 cm

Die Geschichte

Die Geschichte kennt man in Deutschland aus Goethes „Iphigenie auf Tauris“. Lastman hatte 1614 nur die antike Vorlage, das Drama des Euripides, und das gab es noch nicht einmal auf Niederländisch. Die Übersetzung des Dichters Vondel erschien erst 1666, der Maler arbeitete also wohl nach dem antiken Text, mit Hilfe eines gelehrten Beraters. Gezeigt ist der Augenblick vor dem Wiedererkennen. Orest und Pylades, zwei gefangene Griechen, streiten am Altar, weil jeder für den anderen sterben will. Die Priesterin Iphigenie tritt mit einem Brief heran und ahnt noch nicht, dass einer der beiden ihr Bruder ist. Weitere Einzelheiten holte Lastman sich bei anderen antiken Autoren, den Henker mit der Keule, die abgeschlagenen Köpfe auf Stangen über der Menge. 1676 brachte das Bild in Amsterdam 900 Gulden, 1702, bei der Versteigerung der Sammlung von Jan Six, dem Bürgermeister, den Rembrandt porträtiert hatte, nur noch 200.

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