
Äußerer Sarg des Cha
Details
Die Geschichte
Ein Sarg wie ein kleines Heiligtum, mit gewölbtem Deckel und Eckpfosten, wie die alten Schreine Unterägyptens. In der späten 18. Dynastie lagen angesehene Ägypter in drei ineinandergesetzten Särgen, und der äußerste hatte genau diese Form. Der von Cha ist aus Sykomorenholz und drei Meter lang. Ganz durch die Grabtreppe passte er nicht. Man trug ihn in fünf Teilen und dem Deckel hinunter und setzte ihn in der Kammer zusammen, nach Markierungen an den Kanten. Der Sockel ahmt den Schlitten nach, auf dem man den Sarg beim Begräbnis zum Grab zog.
Adlige und Könige jener Zeit besaßen solche Schreine mit vergoldeten Figuren und Inschriften. Chas Sarg ist schlicht schwarz. Schiaparelli, der Ausgräber, hielt den Überzug für Bitumen. Analysen zeigen, dass er größtenteils aus Pistazienharz besteht. Das Museum verbindet das Schwarz mit Osiris, dem Herrscher des Jenseits, und seiner Kraft zur Erneuerung. Bei der Öffnung des Grabes lag noch ein Leinentuch von rund 15 Metern Länge darüber.




