
Bemaltes Kästchen von Cha und Merit
Details
Die Geschichte
Echte Einlegearbeit aus farbigem Stein und Glas konnten sich Adlige leisten. Auf diesem Kästchen ist sie nur gemalt, Feld für Feld, und es wurde wohl eigens für das Begräbnis angefertigt. Von den 13 Truhen im Grab waren vermutlich fünf auf diese Weise für die Bestattung bemalt, und drei davon zeigen dasselbe Motiv.
Cha und Merit sitzen nebeneinander und empfangen Gaben von ihrem Sohn, den der Museumskatalog Nakhttaneb nennt. Er scheint der Sohn gewesen zu sein, der sich nach dem Tod der Eltern um ihren Totenkult kümmerte und Speisen und Getränke in ihre Grabkapelle brachte. Das Bild zeigt ihn also bei einer Pflicht, die weitergehen sollte. Eine ähnliche Szene, das Paar mit seinen Kindern, war auch an eine Wand dieser Kapelle gemalt. In der Grabkammer trugen die Kästen kurze Tintenaufschriften, die jeden einzelnen Cha oder Merit zuordneten.




