
Gustav Klimt, Pallas Athena, 1899. Wikimedia Commons. · PD
Pallas Athene
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Die Geschichte
1898 hatte sich eine Gruppe junger Wiener Künstler gerade von der offiziellen Kunst losgesagt und nannte sich Secession. Für ihre zweite Ausstellung gab Gustav Klimt ihnen ein Sinnbild: Pallas Athene, die griechische Göttin der Weisheit und des Krieges, mit goldenem Helm und geschupptem Panzer, den Blick geradeaus auf den Betrachter gerichtet. Sie stand für ihren Anspruch, Kunst nach eigenen Regeln zu machen. Viele sehen hier das erste Bild von Klimts goldener Phase: der Panzer flach aufgetragen und glänzend, eher wie Mosaiksteine als wie modelliertes Metall. Auf der Ägis streckt das Haupt der Gorgo die Zunge heraus. In Athenes erhobener Hand steht eine winzige nackte Frau mit einem Spiegel, Klimts Nackte Wahrheit, die er im Jahr darauf allein malen sollte.




