
Caravaggio, Penitent Magdalene, 1593. Wikimedia Commons. · PD
Büßende Maria Magdalena
Details
Die Geschichte
Der junge Caravaggio malte diese Magdalena um 1595, kurz nachdem er mittellos in Rom angekommen war. Statt der üblichen Heiligen in ekstatischer Verzückung zeigt er ein schlichtes römisches Mädchen, das auf einem niedrigen Stuhl sitzt, den Kopf gesenkt, die Hände im Schoß. Auf dem Boden liegen abgelegter Schmuck, eine Perlenkette und ein Salbgefäß, die einzigen Hinweise auf die reuige Sünderin der Bibel. Eine Träne glänzt auf ihrer Wange. Zeitgenossen sollen gespottet haben, das sei gar keine Heilige, sondern bloß ein Mädchen, das seine nassen Haare trockne. Gerade diese Nüchternheit und das Licht, das von der Seite auf die Gestalt fällt, machten Caravaggios frühe Bilder so neuartig. Das Werk hängt in der römischen Galleria Doria Pamphilj.




