
Vincent van Gogh, Pietà (after Delacroix), The, 1889. Wikimedia Commons. · PD
Die Pietà (nach Delacroix)
Details
Die Geschichte
1889, in der Anstalt von Saint-Rémy, griff Vincent van Gogh immer wieder zu Kopien nach anderen Künstlern. Dieses Bild begann mit einem Verlust. Er besaß eine Lithografie nach Delacroix’ Pietà, und während eines seiner Anfälle wurde das Blatt durch Öl und Farbe beschädigt. Van Gogh setzte es aus dem Gedächtnis neu ins Bild. Die Komposition bleibt die von Delacroix: Maria hält den toten Christus am Eingang einer Höhle. Verändert hat sich die Stimmung. Van Gogh steigerte das Motiv in tiefe Blautöne und kräftiges Gelb und gab einem übernommenen Thema seine eigene Farbspannung. Religiöse Szenen sind in seinem Werk selten, deshalb hat diese Pietà unter den Studien aus Saint-Rémy einen besonderen Platz. In einem Brief erwähnte er die verdorbene Druckgrafik ganz nüchtern als Anlass, sie noch einmal zu malen.




