
Pietà
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Die Geschichte
Lange galt diese Beweinung als Werk Leonardos. Schon 1650 schrieb Jacomo Manilli in seiner Beschreibung der Villa Borghese, manche hielten sie für einen Leonardo, andere für einen Sodoma. Das Inventar der Familie von 1693 entschied sich für Leonardo, und dabei blieb es, bis der Kunstkenner Gustavo Frizzoni 1891 die Tafel Sodoma zuschrieb. Seither ist man sich einig. Offen ist dagegen, wann sie entstand. Das Museum nennt kein Datum, und die meisten Forscher sehen sie unter den reifen, vielleicht sogar späten Arbeiten des Malers, während einige ältere Autoren an die 1520er-Jahre dachten. Maria hält den Leichnam ihres Sohnes am Fuß des Kreuzes auf dem Schoß. Sein Körper hebt sich hell aus tiefem Schatten, die Dornenkrone liegt noch auf seinem Kopf. Dahinter öffnet sich eine düstere Landschaft mit dünnen, dornigen Bäumen.



