Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci

1452–1519 · Republik Florenz · Hochrenaissance, Renaissance


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Die Geschichte

Leonardo da Vinci wurde 1452 nahe dem toskanischen Städtchen Vinci geboren, als Sohn eines Florentiner Notars und einer Bäuerin, die nie miteinander verheiratet waren. Weil er unehelich war, blieb ihm der Beruf des Vaters versperrt, und so kam er als Junge in die Werkstatt des Malers Andrea del Verrocchio in Florenz. Diesem Zufall der Geburt verdanken wir womöglich überhaupt einen Maler.

Mit der Malerei ging er auf eine für seine Zeit merkwürdige Weise um. Er brachte kaum etwas zu Ende. Weniger als 20 Gemälde gelten als gesichert von seiner Hand, denn jeden Auftrag behandelte er wie ein Experiment und wandte sich dem nächsten zu, bevor der letzte fertig war. Für das Abendmahl, das er in den 1490er-Jahren in Mailand für Ludovico Sforza schuf, verzichtete er auf die klassische Frescotechnik und erfand ein eigenes Verfahren, um langsamer arbeiten und immer wieder nachbessern zu können. Die Farbe begann schon zu seinen Lebzeiten abzublättern, und Restauratoren kämpfen seither darum, das Bild zusammenzuhalten.

Den größten Teil seiner Zeit steckte er nicht in Bilder, sondern in Notizbücher. Rund 13.000 Seiten sind erhalten, von rechts nach links in Spiegelschrift geschrieben, voller sezierter Körper, strömenden Wassers, Zahnräder und Flugmaschinen, die niemand vor Jahrhunderten hätte bauen können. Er öffnete etwa 30 Leichen, um zu verstehen, wie sich ein Arm tatsächlich bewegt, nutzte davon aber fast nichts, um ein Gemälde fertigzustellen.

Das Bildnis, das wir die Mona Lisa nennen, trug er mehr als ein Jahrzehnt lang mit sich, ohne es je dem ursprünglichen Auftraggeber auszuhändigen. 1516 bot ihm der junge französische König Franz der Erste ein Haus in Amboise im Loiretal an, vor allem aber die Freiheit zu denken. Leonardo nahm seine Gemälde mit in den Norden und starb dort 1519. Die Mona Lisa blieb in Frankreich, und so gelangte sie in den Louvre nach Paris.

Werke

23 Werke